10-26-2007
Emden. Die erste komplette Generatorgondel einer BARD VM-Offshore-Windkraftanlage hat am Freitag (26. 10. 2007) die Montagehalle der BARD Engineering GmbH am Jarßumer Hafen in Emden verlassen. Das 280 Tonnen schwere Teil wurde von einem speziellen Schwerlast-Niederflurfahrzeug über eine provisorische Rampe auf einen Ponton transportiert, der die Gondel zum Testfeld am Rysumer Nacken brachte.
Dort soll im November der erste Prototyp der BARD Offshore-Windkraftanlage errichtet werden. Teile des Turms sind bereits an der Baustelle angeliefert worden. Die Fundamente für die zwei geplanten Offshore-Testanlagen sind schon im Sommer fertig gestellt worden.
Zentrales Bauteil der Generatorgondel ist der Maschinenträger mit einem Gewicht von rund 70 Tonnen. Am Maschinenträger werden das Getriebe sowie das Rotorlager und das so genannte Azimutlager für den Turmanschluss angeflanscht. Der Träger aus Gusseisen wird in Süddeutschland produziert. Der Transport per Spezial-Lkw nach Emden dauerte drei Tage.
Kurz-Video von der Entladung.
Video-Download (MPEG1, 640*480px, 3,9 MB)
Über eine Zusatzkonstruktion wird am Maschinenträger auch der Generator für die Stromerzeugung angebracht. Er hat eine Nennleistung von fünf Megawatt. Die Verkleidung der Gondel ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff und wird, wie die etwa 60 Meter langen Rotorblätter, ebenfalls bei BARD in Emden gefertigt. Die Gondelverkleidung ist mehr als acht Meter hoch, 8,30 Meter breit und über 13 Meter lang. Wenn die Serienfertigung angelaufen ist, wird laut BARD-Produktionsleiter Stephan Stuby jede Woche eine komplette Generatorgondel die Fertigungshalle verlassen. Maximal sollen bei BARD 100 Offshore-Windkraftanlagen im Jahr produziert werden.
Noch im November werden die Bauarbeiten für die Schwerlastplattform vor der Halle am Jarßumer Hafen beginnen, über die künftig die Windkraftanlagen direkt auf die Transportschiffe rollen können.
Die BARD Engineering GmbH will im Frühjahr 2009 mit der Errichtung eines Offshore-Windparks knapp 100 Kilometer vor Borkum beginnen. Die Genehmigung für 80 Fünf-Megawatt-Anlagen ist bereits erteilt. Der Park soll bereits im Jahr 2010 umweltfreundlichen Strom für rund 400.000 Haushalte liefern.