06.09.2007
Cuxhaven / Bremen. Als erstes Unternehmen der Offshore-Branche hat sich die Cuxhaven Steel Construction GmbH (CSC) in unmittelbarer Nähe der Schwerlastplattform in Cuxhaven angesiedelt. Unser Partnerunternehmen legte am Donnerstag, den 6. 9. 2007 den Grundstein für Fertigungs- und Montagehallen, in denen Fundamente und andere Großkomponenten für Offshore-Windkraftanlagen produziert werden sollen. Die Baumaßnahmen haben ein Volumen von gut 125 Millionen Euro.
CSC-Geschäftsführer Manfred Bruhn verwies darauf, dass erst Ende Februar dieses Jahres ein Letter of Intent zwischen seinem Unternehmen, der BARD Engineering GmbH, der Stadt Cuxhaven, dem Land Niedersachsen und NPorts über die Ansiedlung unterzeichnet worden war und bedankte sich für die außerordentlich gute Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene: „Auf Grund der persönlichen Unterstützung durch Oberbürgermeister Arno Stabbert haben wir uns von Anfang an in Cuxhaven mit unserem Ansiedlungsprojekt willkommen gefühlt.“
An der Feier auf dem Baugelände an der Hermann-Honnef-Straße nahmen zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft teil. Der Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftministerium, Joachim Werren, erinnerte daran, dass sich das Land bereits lange bevor Klimaschutz und Ausbau erneuerbarer Energien in den Fokus der Öffentlichkeit rückten, entschieden habe, die Seehäfen Cuxhaven und Emden für die verstärkte Windkraftnutzung auf hoher See auszubauen: „Für die niedersächsische Küstenregion bietet die Offshore-Windenergie eine hervorragende Zukunftsperspektive.“ Optimale Standortbedingungen würden künftig in der immer noch strukturschwachen Region nachhaltig für zahlreiche neue, qualifizierte Arbeitsplätze sorgen.Cuxhavens Oberbürgermeister Arno Stabbert erklärte, die Entwicklung der Stadt zu einem Offshore-Windenergie-Kompetenz- und Fertigungsstandort sowie der Bau des Offshore-Basishafens seien eine historische Chance für die Region: „Bei der Realisierung dieser Vision sind wir als Cuxhavener Wirtschaftsminister Walter Hirche und Dr. Arngolt Bekker, als Gesellschafter der BARD Engineering GmbH, zu großem Dank verpflichtet.“
Das CSC-Bauprojekt umfasst im ersten Abschnitt neben Verkehrs- und Lagerflächen eine Montagehalle mit einer Länge von etwa 240 Metern, einer Breite von mehr als 70 Metern und einer Höhe von rund 50 Metern. Die Cuxhaven Steel Construction GmbH will dort künftig als erstes Unternehmen in Deutschland Fundamente für Offshore-Windkraftanlagen in Serie produzieren.
Zusammen mit den im zweiten Bauabschnitt folgenden Fertigungshallen wird CSC über 44.000 Quadratmeter vollständig überdachter Produktionsflächen verfügen, die erstmals eine witterungsunabhängige Serienfertigung von Großkomponenten für den Offshoreeinsatz ermöglichen. Manfred Bruhn: „Mit dieser innovativen Technologie können wir bis zu 100 komplett ausgerüstete Fundamenteinheiten pro Jahr ausliefern.“
Dabei sollen jährlich bis zu 150.000 Tonnen Stahl verarbeitet werden. CSC wird in Cuxhaven etwa 600 Arbeitsplätze schaffen. Gesucht werden jetzt neben Stahlbauern und Schweißern auch Schweißingenieure, Qualitätsingenieure, Stahlbaukonstrukteure, Fertigungsplaner und kaufmännische Angestellte.
CSC wird unter anderem für die BARD Engineering GmbH produzieren. Unter anderem für den geplanten Windpark „BARD Offshore 1“ rund 100 Kilometer nördlich von Borkum, wo wir 80 Fünf-Megawatt-Windräder aufstellen werden. Die Genehmigung ist bereits erteilt. Für die Anlagen wird CSC die Fundamente und andere technische Komponenten fertigen. Die Rammrohre der Gründungsstrukturen für die Offshore-Windräder sind bis zu 85 Meter lang.
Ende Februar 2009 soll auch der erste Bauabschnitt für den Cuxhavener Offshore-Anleger, über den auch die CSC-Komponenten verschifft werden, mit drei Liegeplätzen und einem 600-Tonnen-Portalkran fertig gestellt sein. Die Serienproduktion bei CSC wird im zweiten Quartal 2008 beginnen.