BARD Engineering GmbH
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06-14-2007

BARD Engineering GmbH signs a contract with a Lithuanian shipyard on building of “Wind Lift I”, a crane vessel to install offshore WEC

Emden / Oslo. Die BARD Engineering GmbH hat den Bau eines Spezialkranschiffs zur Errichtung von Offshore-Windkraftanlagen in Auftrag gegeben. Wie das Unternehmen heute (Do. 14. Juni 2007) auf der internationalen Schifffahrtsmesse NOR-SHIPPING in der norwegischen Hauptstadt Oslo bekannt gab, soll das Arbeitsschiff auf der litauischen Werft PC Western Shipbuilding Yard in Klaipeda gebaut werden. Die Werft gehört zur estnischen BLRT-Grupp. Die so genannte Jack-up-Plattform ist rund 102 Meter lang und etwa 36 Meter breit. Sie kann sich an vier Stelzen rund 10 Meter aus dem Wasser heben. Das Gesamtgewicht beträgt bis zu 8.000 Tonnen. Der Hauptkran der Plattform hebt maximal 500 Tonnen auf eine Höhe von 125 Metern. Das Fahrzeug soll auf den Namen „Wind Lift I“ getauft werden.

Nach Angaben des stellvertretenden BARD-Geschäftsführers Anton Baraev ist ein solches Spezialschiff nötig, um die von BARD entwickelten Windkraftanlagen auf hoher See zu errichten: „Immerhin sind unsere Türme mehr als 90 Meter hoch und die Gondeln der BARD VM-5-Megawattanlage wiegen fast 280 Tonnen.“ Damit ist der Großkran zwar etwas überdimensioniert, bietet aber wichtige Reserven, zum Beispiel bei rauer See. So kann die Plattform während der Arbeit Wellenhöhen bis knapp fünf Metern und Windgeschwindigkeiten bis Stärke 7 widerstehen.

Vier voll schwenkbare Antriebseinheiten mit jeweils 1.520 Kilowatt Leistung sorgen für den Vortrieb und eine fast zentimetergenaue Positionierung der Hubplattform am Einsatzort. Die „Wind Lift I“ ist laut Anton Baraev für die Umsetzung des ambitionierten Projektes der BARD-Gruppe außerordentlich wichtig: „So verfügen wir auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen und ohne zusätzlichen Kostendruck über das zentrale Arbeitsmittel für die Errichtung eines Windparks.“

Die Plattform kann ein komplettes Fundament oder ein Windrad samt Turm, Gondel und Rotoren aufnehmen und hat neben dem Kran auch eine schwere Ramme für die Fundamentpfähle an Bord. Die Installation erfolgt in zwei Phasen: In den windstillen Sommermonaten werden Türme, Gondeln und Rotoren montiert. Der Aufbau der Fundamente ist weniger anfällig für Sturm und Wellengang und kann fast das ganze Jahr über erfolgen. Ein Ponton bringt vom Fertigungsstandort in Cuxhaven die drei Fundamentpfähle und das Stützkreuz an die Baustelle. Dort hieven Groß- und Hilfskran die Teile auf die Arbeitsplattform, die sich mit ihren Hubbeinen stabil am Meeresgrund abstützt. Sie kann über Wassertiefen von bis zu 40 Metern sicher arbeiten.

Am Heck der Plattform ist ein Führungsrahmen verankert. Dieser Rahmen sorgt für die exakte Positionierung der Gründungspfähle. Der Kran nimmt die Fundamentrohre auf und lässt sie durch die Positionierungsöffnungen langsam bis zum Grund der Nordsee ab. Nur durch ihr Eigengewicht drücken sie sich mehr als zwei Meter tief in den Sand. Dann setzt der Kran die 275 Tonnen schwere Ramme auf und treibt die Pfähle bis etwa 30 Meter tief in den Boden. So soll der Aufbau einer kompletten Anlage nicht mehr als zwei Tage dauern.

Das Emder Unternehmen will in den nächsten Jahren insgesamt drei Windparks mit jeweils rund 400 Megawatt Leistung in der Deutschen Bucht installieren. Mitte April ist die Genehmigung für den Bau des Parks „BARD Offshore 1“ rund 100 Kilometer nordwestlich von Borkum erteilt worden. Die „Wind Lift I“ soll auch nach der Installation der Parks weiter verwendet werden. Baraev: „Auch während des Kraftwerkbetriebs werden wir unsere Hubplattform auf Jahre hinaus für die Instandhaltung oder bei Störfällen einsetzen, um wenn nötig, komplette Gondeln tauschen zu können.“

Die Plattform erhält ein Helikopterdeck für den Personentransfer. Sie bietet Platz für 50 Mann Besatzung und Aufbaupersonal. Wegen des geringen Tiefgangs von maximal 3,5 Metern kann sie außerdem Aufgaben bei der Schwerlastverladung im Hafen übernehmen, so dass eine ganzjährige Auslastung gewährleistet ist.

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