30.04.2007
„Die Offshore-Windkraft bietet für unsere Küstenregion eine glänzende Perspektive.“ Davon ist der Niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) überzeugt. Er besuchte am 30. April 2007 die Werkshallen der BARD Emden Energy GmbH & Co. KG. Die Küstenregionen sind nach Hirches Ansicht die Gewinner der Globalisierung. Das Land habe frühzeitig dafür gesorgt, dass die Seehäfen in Emden und Cuxhaven für die Offshore-Nutzung ertüchtigt werden. Die Unterstützung der Branche zahle sich aus. Hier würden neue zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen.

Der Blattanschlussadapter dient zur exakten Ausrichtung der bis zu zehn Tonnen schweren Einzelteile der Flügel beim Verkleben.
BARD hat mit Fördermitteln des Landes Hallen für die Fertigung von Rotorblättern und zur Montage von Windenergieanlagen in Emden errichtet und plant dort außerdem den Bau einer Service- und Wartungszentrale für Offshore-Windparks in der Nordsee. Hirche ist überzeugt, dass seine Strategie aufgeht. Niedersachen baue seine weltweite Spitzenposition als Windenergieland aus: „Es bieten sich exzellente Chancen für die strukturschwache Region.“ Der kürzlich genehmigte Windpark der BARD Engineering GmbH vor Borkum sei das „konkreteste Großprojekt“, betonte der Minister bei seinem Rundgang durch die Hallen am Emder Hafen: „Die Realisierung ist nun in greifbare Nähe gerückt, BARD ist für uns Vorreiter.“
Die BARD Engineering GmbH will ab dem Jahr 2008 etwa 100 Kilometer nordwestlich von Borkum insgesamt 80 Windkraftanlagen mit einer Leistung von zusammen rund 400 Megawatt errichten. Die Produktion der Rotorblätter ist bereits angelaufen. Die Flügel sind fast 60 Meter lang und werden aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt. Ein Rotorblatt wiegt rund 25 Tonnen. Im Sommer soll ein erster Prototyp der neuen BARD-VM-Offshore-Windenergieanlagen am Rysumer Nacken aufgestellt werden. BARD will in Emden etwa 600 Arbeitsplätze schaffen.